Gefühle in Zeiten des Kapitalismus

Liebe und Konsum

Frankfurt/Main, 18. September 2012 – Geld oder Liebe? Nichts scheint in der landläufigen Meinung widersprüchlicher zu sein als das private und exklusive Gefühl gegenseitiger Zuneigung und der vom kapitalistischen Markt ausgehende und regulierte Konsum. In dieser Tafelrunde stehen die Bezüge zwischen Literaturwissenschaft und Markentechnik im Mittelpunkt.

Anhand literarischer Texte arbeitet Dr. Annemarie Opp heraus, wie Liebesbeziehungen grundlegend von käuflichen Dingen und dem Umgang mit ihnen geprägt werden. Einsetzend mit der Verhandlung des Zusammenhangs zwischen Literatur und Konsum um 1900 spannt sie über die Popliteratur der 60er/70er Jahre den Bogen zur Gegenwart. Ihre Feststellung: Liebe wird in gegenwärtigen Romanen mit großer Selbstverständlichkeit und in denkbar breiter Nuancierung vor dem Hintergrund von Szenarien der Käuflichkeit dargestellt, sie formiert und manifestiert sich als materielle Kultur.

Konsumästhetik

Formen des Umgangs mit käuflichen Dingen. Das Forschungsprojekt wurde im Jahr 2013 auf Initiative des Forschungsverbunds unter anderem von Professor Heinz Drügh (Universität Frankfurt) und Professor Wolfgang Ullrich (Staatliche Hochschule für Gestaltung Karlsruhe) ins Leben gerufen.Weitere Informationen zum Fortgang des Projektes: www.konsumaesthetik.de